Wanderung auf die Hohe Veitsch, 1981m

Einleitung:
Unsere Vermieter sind uns ein Vorbild. Jedes Wochenende, wenn es das Wetter zulässt, sind sie auf Achse. Entweder sind sie beim Wandern oder zum Radl fahren und im Winter beim Skitouren gehen. Wir haben schon öfter darüber gesprochen mal eine Tour gemeinsam in Angriff zu nehmen, aber irgendwie ist es sich zeitlich nie ganz ausgegangen. Und wir hatten auch ein bissl Respekt davor, da die Beiden doch ziemlich fit sind und wir sie überhaupt nicht einordnen konnten, wie stark sie wirklich sind.
Und so kam es, wie es kommen musste – ein Spontantripp zur Hohen Veitsch war unsere erste gemeinsame Tour, über die ich nun berichten möchte. Und ich hoffe, dass das nicht der letzte Bericht sein wird über eine gemeinsame Tour mit Heidi und Albert!

Tag 1 – Aufstieg:
Strecke: Niederalpl – Hohe Veitsch – Graf Meran Haus
(Garmin Link)

Da wir an einem der südlichsten Zipfel Deutschlands wohnen, haben wir den Vorteil, dass wir es nicht weit nach Österreich oder Bayern in die Berge haben. Darum mussten wir auch nicht all zu früh los, da wir eh eine Übernachtung im Graf Meran Haus auf dem Gipfel geplant hatten.
Also sattelten wir gegen 09:00 Uhr die Hühner und fuhren mit unseren Vermietern in die Steiermark. Kurz vor dem Ziel mussten wir leider noch einen kleinen Umweg fahren, da aufgrund Bauarbeiten eine Umleitung eingerichtet war. Mit ein wenig Verspätung kamen wir dann an einem Waldparkplatz in Niederalpl an, den Albert als unseren Startpunkt für die Tour ausgewählt hatte.
Nachdem wir alle unsere Schuhe getauscht und die Rucksäcke umgeschnallt hatten ging es los. Anfangs noch auf Waldwegen ging es doch recht schnell in steilere Gefilde, bis wir schließlich die Waldgrenze erreicht hatten. Leider war das Wetter heute nicht sehr klar und durch  den Nebel hatten wir keine gute Sicht. Aber dadurch war es auch nicht zu warm, denn wir kamen beim Aufstieg doch ganz schön ins Schwitzen. Nach einem kurzem Einwand von mir, dass ich mal was zu trinken bräuchte, machten wir eine kurze Pause. Ich glaube, Heidi und Albert hätten nichts gebraucht und wären das in einem Rutsch nach oben marschiert…

Nachdem wir während der kurzen Pause besprochen hatten, dass wir zwei Mal auf den Gipfel marschieren wollen, machten wir uns wieder auf den Weg.
Gegen 16:00 Uhr kamen wir dann am Gipfel auf 1981m an. Der Nebel versperrte uns immer noch die Fernsicht, zauberte jedoch eine mystische Stimmung in die Berge.
Die eine oder andere Gams gesellte sich zu uns und ließen uns bis auf wenige Schritte herankommen. Dann zogen sie es doch vor das Weite zu suchen.
Als wir um kurz vor 17:00 Uhr an der Graf Meran Hütte ankamen, konnten wir erst einmal den Hüttenwirt nicht finden. Doch nach ca. 10 Minuten tauchte er auf und wir ließen uns die Doppelzimmer zeigen und kauften uns ein paar Dusch-Chips.
Endlich wieder in sauberen und trockenen Klamotten stürmten wir in die Wirtsstube, denn mittlerweile hatte ich schon richtig Kohldampf. Wieder einmal konnte ich mich nicht entscheiden…also bestellte ich zwei Gerichte. Was solls, ich hatte ja sowieso Hunger.
Anschließend vertrieben wir uns den Abend mit lustigen Gesprächen und einer Runde Karten spielen. So lässt sich ein Abend doch schön mit ein paar Bierchen beenden.

Panorama2
Panorama2
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Tag 2 – Abstieg:
Strecke: Graf Meran Haus – Hohe Veitsch – Niederalpl
Garmin-Link

In der Früh nahmen wir erst einmal ein kleines Frühstück zu uns und genossen anschließend den Ausblick mit klarem Himmel und Sonnenaufgang. In der Nacht war es aber offensichtlich stark abgekühlt und die Terrasse der Hütte war teilweise gefroren.
Also erst einmal Jacken und Handschuhe angezogen und dann machten wir uns erneut auf den Weg zum Gipfel. Dieses Mal aber bei strahlendem Sonnenschein. Wow, was für eine tolle Aussicht und Stimmung.
Als wir weiter gingen, waren auch wieder die Gämsen da. Dieses Mal hatten wir Gesellschaft von ca. 50 Tieren. Toller Augenblick. Definitiv das Highlight der Tour für mich. Ich liebe es einfach in der Natur unterwegs zu sein und sie zu genießen.
Der Weg bergab gestaltete sich nicht ganz so einfach und Albert musste das ein oder andere Mal auf seinen Garmin schauen, ob wir noch richtig sind. Aber in Teamwork haben wir zielsicher den Weg bergab gefunden, der im Waldbereich auf verschlungengen Pfaden dahin ging.
Am Parkplatz wieder angekommen wechselte ich erst einmal die Oberbekleidung, da ich doch wieder etwas transpiriert hatte aufgrund des schönen Wetters.
Anschließend unternahmen wir noch einen kleinen Abstecher in den Wallfahrtsort Mariazell, wo wir uns die Kirche anschauten und danach auf die Suche nach einem Kaffee und einem Stück Kuchen begaben.
Bei strahlendem Sonnenschein ließen wir den Tag auf der Terrasse eines Kaffees am Stadtplatz in Mariazell ausklingen und machten uns danach auf dem Heimweg.

Solltet Ihr das lesen Heidi und Albert: Wir sind für jede Schandtat bereit, solltet ihr mal wieder einen Wander- oder Radlpartner benötigen. Die beiden Tage waren wirklich sehr schön und wir sind froh so tolle Vermieter wie euch zu haben! Hoffentlich sind wir auch noch so fit, wenn wir mal in eurem Alter sind!!!

Sonnenaufgangs-Panorama
Sonnenaufgangs-Panorama
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