Wanderung von der Kienklause zum Hochleckenhaus (1572m) und zurück über die Taferlklause

Zeit: 05:01 Std. / Distanz: 11,46 km / Höhenmeter: 958 + 
Garmin-Link

Am Samstag, den 17.03.2018 haben NagNag und ich kurzentschlossen eine Wanderung in Angriff genommen.
Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns für die Tour im Höllengebirge auf das Hochleckenhaus mit dem Startpunkt an der Kienklause und dem Endpunkt an der Taferlklause.

Ob wir wohl Schneeschuhe benötigen würden?
Diese Frage haben wir uns schon gestellt….Mister Google sollte unsere Entscheidungsfindung via Webcam für den Hochlecken erleichtern. Doch die Webcam-Aufnahme mit dem Datum vom Dezember 2017 war da nicht unbedingt eine Hilfe. Auch auf den Wetterseiten konnte ich keine Informationen bzgl. Schneehöhe etc. finden.
Also haben wir die Wetterlage selbst anhand der letzten warmen Tage und aufgrund der relativ geringen Höhe des Hochlecken (1572m) vorgenommen……und entschlossen die Schneeschuhe zu Hause zu lassen. Im Nachhinein sollte die Webcam-Aufnahme aus dem Jahr 2017 recht behalten.

Also fuhren wir lediglich mit Wanderstiefeln und Stöcken bewaffnet in Richtung Attersee zum Startpunkt Kienklause.
Dort angekommen konnten wir auch noch nicht wirklich beurteilen, wie es auf dem Berg aussieht, da sich dieser hinter einer fetten Nebelwand versteckte.
Der untere Bereich war jedoch schneefrei und wir machten uns an den Aufstieg.

Je höher wir kamen, umso kälter wurde der Wind und stellenweise konnten wir das eine oder andere kleinere Schneefeld sehen, welche wir teilweise auch durchschreiten mussten.
Ab einer gewissen Höhe wurden diese Schneefelder immer mehr und man merkte auch deutlich, wo die Wetterseite des Berges ist und wo nicht.
Schätzungsweise die letzten 250-300 Höhenmeter waren geschlossene Schneedecke und wir hatten stellenweise leichte Orientierungsprobleme, da der Schnee so hoch war, dass er die Schilder verdeckte.
Gut, dass es noch ein paar Verrückte gab, die die Strecke begangen sind, denn dadurch konnten wir uns an deren Spuren grob orientieren.
Der Schnee war jetzt jedoch so hoch, dass wir immer wieder bis zum Knie, manchmal sogar bis zur Hüfte, eingebrochen sind.
Und da habe ich mir mehr als ein Mal gewünscht, dass ich meine Schneeschuhe eingepackt hätte – sie hätten hier durchaus ihre Berechtigung gehabt.

Wir kamen trotzdem nach ca. drei Stunden erschöpft und gut erhalten am Hochleckenhaus an, wo der Schnee ungefähr eine Höhe von 2 Metern hatte.
Respekt! Das hätte ich wirklich nicht gedacht.
Da hier der Wind jedoch besonders eisig und schneidend war, fiel unsere Rast nur sehr kurz aus und aufgrund der vorangeschrittenen Zeit, machten wir uns an den Abstieg…..nachdem wir den Weg gefunden hatten 😉

Bergab brachen wir zum Glück nicht mehr so oft ein. Der Abstieg war jedoch lustig und abenteuerlich zugleich. Teils auf dem Hintern, teils auf den Füßen, rutschten wir immer wieder gen Tal.
Auch ein kleines Andenken durfte sich NagNag vom Abstieg mitnehmen, nachdem sie mit dem Schienbein gegen eine Holzstufe knallte als sie doch im Schnee eingebrochen war.

An der Taferlklause angekommen machten wir uns auf der Straße auf den Rückweg zur Kienklause.
Nach einer Gesamtzeit von ca. 5 Stunden kamen wir am Auto an.

Das war ein Abenteuer! Und es hat sich wieder einmal gezeigt, dass jede Jahreszeit und jedes Wetter seinen Reiz haben!

Mystischer Nebel
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