DAV-Wegebetreuung

Aufstieg zur Passauer Hütte über den Lettlkaser
Distanz: 4,85km / Dauer: 4:10 Std. / 1342 Höhenmeter

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Nachdem wir bereits im Frühjahr zwei Termine beim DAV hatten bezüglich der Wegebetreuung in den Leoganger Steinbergen, machten wir uns Mitte Juni mit einer ca. 8 Mann starken Gruppe auf verschiedenen Wegen hinauf zur Passauer Hütte. Unsere Aufgabe war es einen Tag vor der offiziellen Hütteneröffnung die Wege zur und um die Passauer Hütte auf Schäden durch Witterungseinflüsse etc. zu inspizieren.
Sonja und ich starteten etwas früher als die anderen Teilnehmer, da wir noch im Anschluss der DAV-Tour noch einen weiteren Termin hatten. Wir bekamen den Auftrag den etwas längeren Aufstieg über den Lettlkaser zu machen.
Bewaffnet mit einer kleinen Schaufel und Harke machten wir uns am Morgen auf den Weg. Das Auto hatten wir im Tal vor einer Gaststätte auf einem kleinen Parkplatz abgestellt. Nachdem wir die Rucksäcke umgeschnallt hatten wagten wir erst einmal einen kleinen Blick nach oben. Die Passauer Hütte bzw. die Gipfel der Leoganger Steinberge waren noch komplett in den Wolken…aber es sollte ja noch ein wenig dauern, bis wir oben ankommen.

Die Wege zeigten sich eigentlich in einem guten Zustand und so hatten wir nicht viel zu tun.
Lediglich beim Einstieg hatten sich große Disteln genau im Drehkreuz breit gemacht, durch das man auf die Kuhweide ging. Nach einem kurzen Einsatz unserer Werkzeuge war das Wegkreuz wieder frei und wir setzten den Weg fort.

Nun hatten wir eigentlich bis zur Lettlkaser-Hütte nichts zu tun. Doch der Abstieg auf der  linken Seite zur Hütte hatte im Winter offensichtlich gelitten. Die Seilversicherungen waren samt Haken aus dem Fels gerissen und gerade ältere Leute taten sich schwer das letzte steile Stück zu bewältigen. Da wir dafür natürlich nicht ausgerüstet waren, wurden die Schäden mit dem Handy fotografiert und per GPS-Gerät markiert. Direkt oberhalb der Hütte lag dann noch ein neu verlegtes Rohr auf Kniehöhe frei und quer über den Weg, so dass man darüber steigen musste. Wieder ein Fall für Handy und GPS-Gerät!
Da uns an der Hütte aber zu viel Betrieb war gingen wir weiter. Erstens hatten wir noch was zu Essen in den Rücksäcken und außerdem genießen wir lieber die Ruhe in den Bergen. Also marschierten wir noch ein Stück weiter bis zu einer einsamen Bank und machten es uns gemütlich.

Auch nach unserer Verpflegungspause hatten wir nicht viel zu tun. Ein Seil, das zum Festhalten an einer Engstelle dient, hatte sich ein wenig gelöst und hing eher schlaff in der Halterung.
Nach unserer Dokumentation ging es weiter. Langsam wurde es auch immer alpiner und die Wolken verzogen sich immer mehr.
Hier und da durften wir auch schon mal spekulieren, wo die Passauer Hütte liegt. Und plötzlich konnten wir sie sehen. Hm. Das war noch ein gutes Stück Weg über reichlich Felsstufen.
Aber nach etwas mehr als vier Stunden erreichten wir unser Ziel.
Nachdem wir uns beim Hüttenwirt Michi vorgestellt hatten, bezogen wir das Acht-Mann-Zimmer und stetzten uns draußen auf der Terrasse in die Sonne.
Da die Anderen noch nicht mal in Passau losgefahren waren, gönnten wir uns Kaffee und Kuchen!

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Abstecher von der Passauer Hütte zum Melkerloch und zurück
Distanz: 1,18km / Dauer: 1 Std. / 195 Höhenmeter

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Der Kaffeklatsch auf der Sonnenterrasse machte uns schläfrig und so beschlossen wir nach kurzer Befragung von Michi zum Melkerloch aufzusteigen.
Das ist von der Passauer Hütte nicht weit entfernt und liegt traumhaft schön am Bergkamm zwischen Hochzint und Birnhorn.
Also schlüpften wir wieder in unsere Wanderschuhe und machten uns an den Aufstieg. Aufgrund der großen Höhenlage der Passauer Hütte mussten wir dabei auch noch einige Schneefelder queren. Am Bergkamm angekommen ging es nun ein kurzes Stück an einem schmalen Wegstück entlang und plötzlich öffnete sich ein riesiges Loch in der Wand. Von hier aus betrachtet war es dann eigentlich noch gar nicht sooo groß, aber wenn man dann hindurch ging, stand man in einer riesigen offenen Felshöhle und ein traumhaftes Panorama lag vor einem.
Das war für mich ein ganz besonderer Ort und es war auch nicht das letzte Mal, dass ich dort oben gestanden bin!
Nachdem wir diesen tollen Platz auf uns hatten wirken lassen, machten wir uns wieder an den Abstieg. Denn bald mussten ja auch die restlichen Teilnehmer ankommen und dann sollte bei einem guten Schnitzel mit Pommes und dem einen oder anderen Bier die Nachbesprechung stattfinden.

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Abstieg von der Passauer Hütte durch das Ullachtal
Distanz: 4,46km / Dauer: 2:10 Std. / 1254 Tiefenmeter

Nach einer eher kurzen Nacht und einem super Frühstück (für eine Hütte in dieser Höhe der Wahnsinn) machten wir uns auf dem Weg zu unserem Auto im Tal.
Schließlich hatten wir heute noch einen weiten Weg vor uns, da wir zur Hochzeitsfeier von Freunden eingeladen waren.
Während wir uns an den Abstieg durch das Ullachtal machten, gingen die anderen dann noch eine schöne Tour in den Bergen um die Passauer Hütte.
Der Abstieg verläuft das erste Stück den selben Weg zurück wie zuvor, biegt aber nach kurzer Zeit rechts ab und führt auf dem direkten Weg durch den Wald und das Ullachtal hinab.
Hierfür haben wir nur etwas mehr als zwei Stunden benötigt und so kamen wir zeitig am Auto an…
Wie wir später feststellen sollten, hat uns das nicht viel gebracht. Denn wir standen in einem tollen Stau und so kamen wir auf den letzten Drücker an. Aber es hat alles geklappt und so fanden wir auf der Feier einen würdigen Abschluss eines tollen Wochenendes!

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass es mir wirklich großen Spaß macht sich ehrenamtlich beim DAV zu engagieren. So kann man zwar nicht die „Hobbys zum Beruf“ machen, aber zumindest in einer gewissen Art und Weise der Natur und den Leuten, die sie hoffentlich respektvoll mit uns nutzen auf diese Weise etwas zurückgeben.

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