Klettersteig Hochkogel – Überschreitung Kleiner und Großer Rauherkogel

Distanz: 13,2 km / Zeit: 7:12 Std. / 1269 hm (600hm Klettersteig)

Garmin-Link

Da ein geplanter Termin bei mir kurzfristig ausgefallen war, hatten wir plötzlich einen Tag frei für eine unserer sportlichen Aktivitäten.
Wir überlegten kurz was es werden sollte…

Radtour fiel flach, da mein Bike in der Werkstatt stand. Und mit dem Hardtail wollte ich nicht fahren.
SUP-Tour stand hoch im Kurs, aber auch Wandern und Klettersteig hatten ihren Reiz.
Und irgendwie war mir mehr nach Klettern.
Also das Netz durchstöbert nach geeigneten Touren.
Und dann fand ich einen Klettersteig, der einen 3-stündigen Zustieg zum Einstieg beinhaltete.
Also hatten wir zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen – Wanderung und Klettersteig.

Also packten wir am Abend vorher noch schnell unsere Rucksäcke zusammen und stellten uns den Wecker für 06:30 Uhr.
Am nächsten Tag starteten wir nach einem Kaffee in Richtung Ebensee, Österreich.
Nach knapp zweistündiger Fahrt kamen wir über eine kleine Schotterstraße, vorbei an einem Kraftwerk, zu dem Startpunkt am Parkplatz Schwarzenbachstüberl.
Die Sonne hatte schon gut Kraft. Anfangs war das aber nicht so schlimm, da die erste Stunde der Wanderung fast ausschließlich im Wald stattfand.
Doch die Bäume wurden immer lichter und kleiner und je felsiger es wurde, wichen die Bäume den kleineren Latschenkiefern.
Nach ungefähr drei Stunden erreichten wir über den Almtalweg und dem Wanderweg 211 den ersten Zwischenstopp – die Hochkogelhütte.

Nachdem wir ein alkoholfreies Weißbier und einen Zwetschgenkuchen bei zünftiger Musik zu uns genommen hatten, machten wir uns an die letzten Meter des Aufstiegs zum Einstieg in den Klettersteig.
Zuvor informierten wir uns aber beim Hüttenwirt Robert, ob es Sinn macht noch in den Steig zu gehen, da sich doch ein paar bedrohlich aussehende Wolken aufgebaut hatten.
Robert gab uns grünes Licht und wir erreichten knapp zehn Minuten später die Einstiegsstelle.
Nachdem wir unsere Klettersteigsets angelegt und die Helme aufgesetzt hatten, stiegen wir in die gleich sehr steil vor uns aufbauende Wand.
Der Klettersteig war durchweg mittelschwer bis leicht, bis auf ein oder zwei knifflige Stellen, wo man ein bissl mehr Kraftanstrengung benötigte oder eben mehr Reichweite als normal.
Auch präsentierte sich der Steig in gutem Zustand, bis auf eine Stelle. Hier hing der Bolzen zur Seilbefestigung am Einstieg vom Kleinen zum Großen Rauherkogel lose herunter.

Der Gipfel des Kleinen Rauherkogel war relativ schnell erreicht und auf uns wartete ein Gipfelkreuz mit rotem Glasstein in der Mitte.
Nach einer kleinen „Gratüberschreitung“ mussten wir nun ein paar Tiefenmeter bewältigen, um zum Einstieg des Großen Rauherkogel zu gelangen.

Auch der Gipfel des Großen Rauherkogel war relativ schnell erreicht und hier stand ein Gipfelkreuz. Aber dieses Mal mit gelber Glaskugel in der Mitte.
Eine Eintragung im Gipfelbuch war leider nicht möglich, da dieses durch Regen und Schimmel stark gelitten hatte.
Da die Wolken wieder etwas mehr zunahmen und eine gefährliche Farbe bekamen, machten wir uns leider schnell wieder an den Abstieg.
Das ist für mich immer gewöhnungsbedürftig. Ich bevorzuge eigentlich Klettersteige als Rundkurs, die man aufsteigen und über einen Wanderweg wieder absteigen bzw. abwandern kann.
Bei diesem musste man jedoch die ersten Meter hinab klettern, was sich glücklicherweise als nicht zu schwierig darstellte.
Nachdem es nun ein wenig angefangen hatte zu tröpfeln und wir einen gewaltigen Donner hörten, erhöhten wir nochmals ein wenig das Tempo und gingen wieder über den 211er zurück Richtung Mittereckerstüberl.
Nach einem weiteren alkoholfreien Bier machten wir uns auf die letzten Meter Richtung Auto. Dieses Mal hielten wir uns aber auf dem Ursprungsweg, da wir nicht zwei Mal komplett die selbe Strecke gehen wollten.

Erschöpft erreichten wir das Fahrzeug.
Das war wieder mal ein schöner, aber auch anstrengender Tag.

Freuen wir uns auf den Muskelkater morgen…und die Blasen, die sich NagNag aufgrund ihrer neuen Wanderschuhe eingehandelt hatte!

 

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