Salzkammergut-Challenge

…..oder die 6-Seen-Rundfahrt in unserem Wohnzimmer….

Distanz: 130,2 km / Zeit: 06:57 Std. / Hm (+): ca. 1500 hm

Am Wochenende war es mal wieder soweit.
Wir wollten mal wieder eine Tour im Salzkammergut machen und dabei so viele Seen wie möglich anfahren.
Und als kleines Highlight hatten wir unsere erste gemeinsame Übernachtung im Bus, den ich mit einer Biberbox versehen habe, damit wir im Auto auf unseren Touren übernachten können.
Diese wurde mir von Simon gebaut und modifiziert, mit dem wir schon die eine oder andere Tour zusammen erlebt haben.
Danke hierfür nochmal auch an dieser Stelle, das Teil ist der absolute Hammer. Auch dank deiner tollen Ideen.

Aber zurück zu den Seen und dem Salzkammergut.
Mit Komoot habe ich eine schöne Tour zusammengestellt und mir von Sonja die Zustimmung eingeholt. Die Runde sollte um die 130 km haben und an sechs Seen verlaufen.
Einen Tag vorher wurde der OZL (unser Bibermobil) beladen und alles aufgebaut.
Am Abend fuhren wir dann nach Unterach am Attersee und suchten uns ein schönes Platzerl direkt am See auf einem öffentlichen Parkplatz.
Leider entdeckten wir dort ein Schild, das darauf hinweist, dass das Nachtcampen von 22.00-06.00 Uhr verboten ist.
Also haben wir bei schöner Aussicht nur eine Stärkung zu uns genommen und dann unseren Standort gewechselt.
Der war zwar nicht so schön, aber verfügte wenigstens über eine öffentliche Toilette.

In der Früh wechselten wir zu unserem ersten Standplatz zurück und machten uns nach einem frisch aufgebrühten Kaffee (mit Aussicht über den See) auf den Weg.
Da wir am untersten Zipfel des Attersees gestartet waren, war unser erstes Gastspiel hier nur kurz und wir fuhren westlich Richtung Mondsee.
Nach kurzem Stück auf der Straße kamen wir dann auch dort an.
In Scharfling bogen wir dann auch schon wieder ab Richtung Süden, um zum Krotensee zu gelangen. Über die Schreibweise unseres dritten Sees scheiden sich offensichtlich die Geister, denn einmal wird er als Krotensee und dann wieder als Krottensee angegeben. Wie auch immer, ich bleibe bei Krotensee.
Beim diesem handelte es sich um den kleinsten der heute angefahrenen Seen, der aber nicht minder idyllisch eingerahmt von kleineren Bergen relativ nah an der Straße liegt.

Unsere weitere Fahrt führte uns nun nach St. Gilgen an den Wolfgangsee.
Diesen fuhren wir einmal der Länge nach am südlichen Ufer ab und bewunderten die tollen Häuser. Aber man merkte auch, dass der See sehr beliebt ist und man viele Parkmöglichkeiten direkt am See hat. Dementsprechend viele Touristen tummelten sich da und man musste auf dem Radweg schon ein wenig aufpassen, dass man nicht übersehen wurde.
Am Ende des Wolfgangsee liegt die Ortschaft Strobl. Dort ging es für uns wieder nördlich in Richtung Attersee.
Doch zuvor mussten wir uns eine giftige Rampe Richtung Schwarzensee, unserem fünften See, nach oben kämpfen.

Der Schwarzensee liegt sehr schön eingerahmt von den Bergen in einem Tal und der Rad- bzw. Wanderweg führt direkt am See rundherum.
Auch hier fuhren wir wieder die komplette rechte Seeseite entlang und nach einer kurzen Sause bergab kamen wir wieder am Attersee an, nicht weit entfernt von unserem Startort. Doch wir schwenkten rechts und bogen in Weißenbach am Attersee in das Weißenbachtal ab.

Hier ging es ebenfalls immer wieder mal ein klein wenig bergauf, aber schön moderat.
Das letzte Stück konnten wir es bergab rollen lassen, bis wir das Weißenbachtal verließen und nördlich Richtung Traunsee abbogen. Der Radweg verläuft immer parallel zur Traun, liegt aber auch immer an der Straße und ist nicht so schön wie andere Abschnitte des Traunradweges, die ich kenne.

In Ebensee stießen wir dann auf den Traunsee, dem wir am linken Ufer folgten.
Hier ging es immer wieder mal durch kleine Tunnel, die extra auch für Radfahrer angelegt wurden. Eine schöne schattige Abwechslung zu den ungeschützten Radweg-Passagen, wo einem die Sonne auf den Helm brennt.
Die Tunnel sind immer wieder mit kleinen Haltebuchten versehen, wo man den Ausblick auf den See genießen kann. Einfach schön.
Bei Traunkirchen machten wir dann eine kleine Pause, stärkten uns mit ein paar Riegeln und streckten unterhalb der Johannesbergkapelle die Füße ins kühle Nass.
Nachdem wir wieder auf Betriebstemperatur waren, setzten wir unsere Fahrt fort in Richtung Altmünster am Traunsee. Anschließend fuhren am Ortsrand von Gmunden in Richtung Aurach am Hongar.
Dort verläuft die Strecke eine Zeit lang parallel zur Autobahn, die man mehrfach kreuzt.
Auch hier mussten wir einige Höhenmeter bewältigen, die wir dann in Richtung Seewalchen am Attersee in Tiefenmeter verwandelten.

Die uns wohlbekannte Eisdiele in Seewalchen mussten wir natürlich anfahren, um uns ein wenig abzukühlen.
Unser nächster Stopp sollte Litzlberg sein, da es dort eine richtig gute Steckerlfisch-Braterei gibt.
Dort wollten wir unbedingt einkehren, um uns einen leckeren Steckerlfisch einzuverleiben…
Tja, nach vier Kugeln Eis war das zwar keine so gute Idee, denn der Fisch und die Eiskugeln haben sich nicht so gut vertragen und lagen uns schwer im Magen. Zum Glück hatten wir es nicht mehr sehr weit…
Nur noch ca. 25 km entlang des westlichen Attersee-Ufers und wir waren wieder in Unterach, unserem Startort.
Dort angekommen schnallten wir die Bikes ans Auto und sprangen erst einmal in den See.

Hach, war das erfrischend gewesen. Gibt einfach nix besseres als eine Abkühlung im See nach so einer Runde. Da sind die Strapazen sofort wieder vergessen! Die tollen Eindrücke werden wir natürlich bleiben!

Relive-Link / Garmin-Link

Das könnte dich auch interessieren …